Das älteste Fahrzeug beim Donau-Rallye-Revival’76 war ein fast 100 Jahre alter Rally aus Frankreich. Die hochwertigen Sport- und Rennfahrzeuge dieser Manufaktur wurde zwischen 1921 und 1933 in Colombes nahe Paris – wie damals üblich – in Handarbeit und im Grunde individuell nach Kundenwunsch produziert. Mit dem 1931er NCP erfüllte sich Daniel Wilde seinen Traum vom „Vorkriegsrenner“. Das sehenswerte Einzelstück wurde seinerzeit nachweislich als Rennwagen mit Straßenzulassung gebaut. Die Zahl der noch erhaltenen Rally‘s bewegt sich inzwischen in einem sehr überschaubaren Bereich und das macht diese Fahrzeuge zu besonderen Zeitzeugen ihrer Epoche. Das es von seinem schwedischen Erstbesitzer dann auch noch sehr erfolgreich eingesetzt wurde belegen die sechs eingefahrenen Meisterschaften. Beim DRR’76 gingen Daniel und seine Tochter Paula mit diesem im traditionellen französischen „Rennblau“ gehaltenen besonderen Fahrzeug natürlich standesgemäß der Startnummer 1 an den Start. Auch der kurz vor dem Start einsetzende Regen konnte das „hartgesottene Vater-Tochter-Team“ nicht beeindrucken. Trotz der wirklich erschwerten „Open-Air-Bedingungen“ navigierte Paula ihren Vater und den Rally unbeeindruckt zum fünften Platz in der Rallyewertung. Die Beiden freuten sich am Ende des DRR’76 sehr über den Ehrenpreis für das älteste Fahrzeug und die – inzwischen hoffentlich am sportlichen Franzosen montierte – Messing-Oldtimerplakette des Motorclub’s.
Technische Daten: Salmson-Motor, 4 Zylinder, 1301 cm³ Hubraum, Höchstgeschwindigkeit des Typs NCP 140 km/h





