Für ihren Start beim Donau-Rallye-Revival’76 nahmen Thomas Amlacher und Heiko Kneist eine weite Anreise in Kauf. Das Fahrzeug des Jenaers ist ein wirklich toller Nachbau eines FSO-Rallye-Fahrzeugs aus den 70er-Jahren. Es entspricht in seinen Spezifikationen weitestgehend dem erfolgreichen Gruppe-1-Auto mit dem das Team Mucha / Zyszkowski die Olympia-Rallye 1972 bestritt und soll an die Polski-Fiat-Werksmannschaft und ihre internationalen Erfolge erinnern. Thomas war zunächst selbst aktiver Bestzeiten-Rallyefahrer in der DDR und später auch Absolvent der Rallyeschule des ADAC Südbayern. Nach einer kurzen Motorsport-Pause erfolgte 1998 der Einstieg in den damals noch jungen historischen Rallyesport. Infiziert durch die Slowly-Sideways-Events reifte der Plan für den Aufbau eines historischen Ostblock-Rallyeautos. Durch Zufall fand er 1996 seinen „Polski“. Es folgte die systematische Recherche zur Geschichte des Werksteams, Teilebeschaffung und der Umbau des Autos zum Rallyeauto nach Werksvorbild. Eingesetzt wurde das Auto dann sehr erfolgreich im Historic-Rallye-Cup (Gesamtsieg 2002), bei der AvD-Histo-Monte 2001 (10. Platz der Gesamtwertung), den Legends-of-Speed 2010 (2. Platz der Gesamtwertung) oder den Austrian-Rallye-Legends. Weitere Höhepunkte waren die Starts im historischen Vorprogramm zur Deutschland-Rallye 2012 (WM-Lauf) oder die fünfmalige Teilnahme am Eifel-Rallye-Festival von 2011 bis 2015. Auch vor der eigenen Haustür war das „Polski-Team“ bei der Wartburg- und Thüringen-Rallye aktiv. 2022 fand zum 50jährigen Jubiläum der legendären Olympiarallye ein Revival mit über 200 Fahrzeugen statt. Thomas hatte das Glück dort einen der wirklich begehrten Startplätze zu erhalten. Das verdankt er sicher auch dem Polski Fiat 125, da das FSO-Werksteam 1972 den Mannschaftssieg bei der Olympiarallye einfahren konnte.








