Doppelspitze auf Erprobungstour

Ein kleines Teambuilding der Tourmacher

Das Grundkonzept der touristischen Ausfahrt, wie wir sie auch bei der Tour-de-Neuburg- seit Jahren – erleben, wird offenbar so gut angenommen, dass mittlerweile weitere Anbieter auftreten. Da unsere Ressource begrenzt sind, freuen wir uns darüber, dass für uns als Oldie-Liebhaber noch mehr Möglichkeiten bestehen, unsere Schätze “Gassi” zu fahren. Ein weiterer Vorteil: Wenn man selbst nicht Organisator ist, kann man ganz entspannt mal so eine Tour mitfahren.

Das Classic Competence Centrum in Bergheim, rund um Hauptorganisator Alexander J. Babinger, stellte dieses Jahr erstmalig eine Tour zusammen: die Classic 100 – 100km durch die Region mit ca. 100 Fahrzeugen.

Als Spätnenner starteten Tour-Fahrtleiter Roland Demnick und Spartenchef Thomas Kluitmann erstmalig als Tour-Teilnehmer-Team mit der Startnummer 99 – und damit weit hinten im Starterfeld, in dem einige bekannte Gesichter zu finden waren.

Natürlich waren unsere “Vielfahrer” Gisa und Rudolf Omischl auch am Start und bereicherten das Startfeld mit ihrem schönen Jaguar aus 1950ern. An diesem Wochenende standen für die beiden “unruhigen Geister des Motorclubs” gleich zwei Events auf dem Fahrplan. Für den Sonntag hatten sie noch eine weitere Oldtimertour eingeplant.

Aufgrund der “späten” Startnummer blieb uns mehr Zeit die Beantwortung des Fragenzettels, um dann bei strahlendem Sonnenschein auf die toll ausgewählte Strecke zu starten. Ein paar anfängliche Unstimmigkeiten bei der Handhabung des Roadbooks führten dann leider doch zu etwas Zeitverlust und ein paar Extra-Kilometern auf dem Tacho – aber die Durchfahrtskontrollen und Wertungsprüfungen wurden dank der guten Einweisung durch den Copiloten erfolgreich abgeschlossen, so dass das Etappenziel am Flugplatz Egweil mit einigen Plätzen Gewinn erreicht wurde. Dort musste der knurrende Magen von Thomas leider nur mit Kuchen zum Schweigen gebracht werden – aber letztlich gab auch der sich zufrieden.

Mit einer erneuten Zeitwertung ging es auf die zweite Etappe – und die war fast ganz nach den Wünschen des Mini-Treibers. Lediglich die kleine Passage bei Aicha forderte aufgrund der tiefergelegten Gummifederung des Mini die Bandscheiben der Besatzung etwas heraus.

Beim Zieleinlauf in Bergheim wurden sie direkt fotografisch von Helmut Taubenberger in Empfang genommen. Es folgte ein weiteres Highlight: auf dem Verkehrsübungsplatz war ein kleiner Slalomparcour aufgebaut – eine Kernkompetenz der kleinen Engländer. In diesem Sinne verabschiedete sich Thomas von der “Sollvorgabe” von 40 Sekunden – und zeigte mit einem flotten Run, was so ein kleiner Brit-Racer alles drauf hat.

Einen der 10 Pokale konnte das Team zwar nicht ergattern – aber die Strecke, die Abschnittsweise auch bei der letzen Brotzeit-Tour befahren wurden, war wirklich sehr schön. Fazit von Roland: “Für die erste so organisierte Classic-Tour war das eine ganz tolle und runde Sache – wir brauchen uns aber mit der Brotzeit-Tour und der Tour-de-Neuburg aber auch verstecken. Es ist wirklich super, dass es nun rund um Neuburg gleich drei Events für “fahrsüchtige” Oldtimerteams gibt.”

Von uns aus nochmals einen ganz herzlichen Dank an das wirklich engagierte Orga-Team – wir freuen uns natürlich schon auf die 2. Classic 100 im nächsten Jahr.

Vielen Dank auch an Helmut für den netten Empfang und die sehenswerten Bilder!

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